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Apple – Operation Willkür(e)

Wieder mal geht es in dieser Woche um Apple und das Thema Zensur – eigentlich gibt es beinahe täglich neue Nachrichten zu diesem Thema und man hat sich auch schon beinahe daran gewöhnt; nun jedoch befürchten Experten, dass Apple das Verständnis der Internetkultur nachhaltig verändern könnte. Obwohl Apple stets behauptet, dass es bei der Zensur bzw. Kontrolle darum geht, pornographische oder auch diffamierende Inhalte zu verbannen, dennoch die genauen Beweggründe und auch Kriterien, nach denen die Inhalte dann der Zensur zum Opfer fallen, bleiben im Dunkeln.

Ein kleines Beispiel – während Apple eine App eines Herstellers für Bademoden aufgrund der freizügigen Bilder löschte, ließ man die App des Playboy weiterhin unangetastet. Nicht nachvollziehbar ist auch die Verbannung der Comic-App „New Toons“ des US-Karikaturisten Mark Fiore aus dem App Store – Fiore nimmt in seinen Comics vorwiegend Politiker aufs Korn und seine Karikaturen wurden auch auf der Internetseite der renommierten Zeitung „San Francisco Chronicle“ veröffentlicht.

Apples Begründung für die Zensur: Personen des öffentlichen Lebens würden durch Fiores Darstellungen lächerlich gemacht. Als dieser dann jedoch kürzlich den Pulitzer-Preis für sein Werk erhielt, war die App plötzlich wieder da – für 79 Cent kann man sie im App Store herunterladen. Einmal mehr hat man hier jedoch den Eindruck, dass Apple sehr willkürlich bei vielen Entscheidungen und auch Maßnahmen vorgeht und sich viele Dinge einfach so zurecht legt, wie es gerade passt. Zur Glaubwürdigkeit des Unternehmens trägt dies jedenfalls nicht bei.




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1 Kommentar

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  • brownybear Am Dienstag, 27. April, 09:57

    Im großen und ganzen hoffe ich, dass Apple in Zukunft schlauer mit solchen Etnscheidungen umgeht. Wenn Opera nicht diese Brilliante aktion mit dem Timer auf der Website gestartet hätte, so wäre der MiniOpera Browser wohl nie im Appstore aufgefahren.