Dienstag, 13. April 2010
Apple ändert Lizenzbedingungen für Entwickler
Apple dürfte mit der Überarbeitung der Lizenzbedingungen für Entwickler nicht nur Adobe, sondern auch viele andere von dieser Entscheidung betroffene Menschen verärgert haben. Denn die neue Regelung sieht vor, dass nur der code mit den dokumentierten APIs kompiliert oder verlinkt werden darf, der in den Programmiersprachen C, C++ oder Objective-C geschrieben wurde. Somit können auch Tools wie der Flash-to-iPhone-Compiler von Adobe, der unter anderem für die Migration von Flash-Spielen zu nativen iPhone-Apps verwendet wurde, nicht mehr benutzt werden – und dieser Compiler ist immerhin ein Hauptbestandteil der neuen Adobe Creative Suite 5. Für Adobe, deren wichtigste Software nun mal Flash ist dürfte dies einen groben Einschnitt bedeuten.
Adobes Mann für Flash, Lee Brimelow, zeigt sich verständlicherweise aufgebracht angesichts der neuen Regelung – er werde keinen Cent mehr für Apple-Produkte ausgeben bis es nicht einen Wechsel in der Führungsetage gibt. Abschließend meint der dann noch „Go screw yourself Apple“, was an dieser Stelle absichtlich nicht übersetzt wird…
Apple begründet diesen Schritt indes damit, dass diese Tools bzw. Hilfswerkzeuge keine gescheiten Apps liefern und die Entwicklung der Plattform behindern würden. Kritiker meinen allerdings, dass es nicht nur die Werkzeuge sind, die darüber entscheiden, ob eine App am Ende die entsprechende Qualität aufweist sondern vielmehr auch die Programmierkünste der Entwickler. Diese dürften sich derweil dann wohl nach anderen Betätigungsfeldern umsehen, in denen sie kreativer sein können und die ein höheres Maß an Freiheiten bieten.
Nun ist es ja nicht so, dass einen diese News weiter wundern würden, immerhin bleibt Apple seiner Linie damit treu, allerdings bleibt abzuwarten, ob diese Rechnung dann am Ende auch zugunsten Apples aufgehen wird.
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App Store, Apple, Entwickler, Lizenzen
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