Dienstag, 16. Februar 2010
Apple: E-Books kommen teilweise mit Kopierschutz
Nachdem die Musikindustrie ihren Fehler erkannt hat, machen ihn Verlage nun wieder: Sie wollen ihre Werke nur über den iBook-Store verkaufen, wenn diese mit einem Rechtemanagement-System ausgeliefert werden.
Im “Los Angeles Times” Magazin berichtet man, dass Apple deshalb plant, das bekannte System Fairplay einzusetzen. Dabei sind die Kopierschutzmaßnahmen bei digitalen Medien alles andere als beliebt. Sie verfolgen das Ziel das Kopieren und die Weitergabe der Medien weitesgehend zu unterbinden. Mittlerweile sind wir auch alle gebranntmarkt, ging man doch in den ersten Tagen von DRM soweit, dass eine Software nicht einmal mehr installiert werden konnte, wenn das System neu aufgesetzt worden ist.
Der Kunde hasst DRM, weil das gekaufte Produkt an ein bestimmtes Gerät gebunden ist, was die Nutzung unflexibel macht. Vor allem bei Cds wurde DRM soweit verhasst, dass die Medien nicht mehr gekauft wurden, ließen sie sich doch schließlich nicht in Autoradios und portablen CD-Playern abspielen.
Dennoch bestehen die großen US-Verlage auf die digitalen Beschränkungen, obwohl die Musikbranche den Einsatz von DRM mittlerweile als Fehler ansieht, der Verkäufe verhinderte, statt Urheberrechte zu schützen. Auch Apple selbst ist der Meinung, dass ein DRM-freier Verkauf sinnvoller ist. Verlage denen das bewusst war, haben entsprechende Verträge mit Apple ausgehandelt. Man wird also im iBook-Store freie und eingeschränkte Bücher erwerben können.
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