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Du willst Skype auf dem Handy – dann zahl dafür!

skypeWas für ein Graus mit der Nutzung von Skype von unterwegs. Auf dem Laptop möchten die Anbieter von UMTS-Flats Skype und andere Voip-Dienste gern verbieten, auf dem Handy ist Skype ein ebenso ungern gesehener Gast, wenn es nach den Netzbetreibern geht.

Gut 13 Prozent aller Festnetzgespräche werden mittlerweile über das Internet geführt, heißt es in einem Artikel der Welt. Kein Wunder also, dass die Telekomanbieter ganz allgemein ihr Felle davon schwimmen sehen. Ihr Kerngeschäft, Telefongespräche in der ganzen Welt mobil und stationär zu verkaufen, schwindet immer mehr. Nicht nur Flats, sondern vielmehr die Gratistelefonie und kostengünstige Anrufe über das Internet scheinen der große Feind Nummer 1 zu sein.

Dieser Feind manifestiert sich vor allem im wohl bekanntesten Voip-Anbieter Skype.

skype3 Als Skype für das iPhone herauskam, gab es als erstes T-Mobile die Ankündigung, solche Apps blockieren zu wollen. Die Skype App (iTunes-Link) gehörte bereits kurz nach Veröffentlichung im App Store zu den am häufigsten heruntergeladenen iPhone-Apps und dürfte mittlerweile auf jedem zehnten iPhone installiert sein.

Zur Blockade kam es noch nicht, obwohl man bei T-Mobile nicht aufhört, laut darüber nachzudenken. Als Begründung wird unter anderem angeführt, dass man das Netz kostenspielig aufrüsten müsse, um das mobile Internet rund um die Uhr verfügbar zu machen. Diese Kosten – wie soll es anders sein – solle am besten der Kunde zahlen. Laut Welt hat T-Mobile bereits Pläne in der Hinterhand, soetwas wie eine monatliche Gebühr für die Nutzung der Internet-Telefonie einzurichten.

Alles Ausreden, meinen die Einen – die Funkanbieter sehen nur die Einnahmeseite stetig weiter schwinden, das Netz könne die “Belastung” verkraften.

Ärger gibt es nicht nur für die Skype App, die man sich auf das iPhone laden kann. Genauso sieht es bei den Handys aus, die von Haus aus Skype installiert haben. Skype darf Verträge mit Handyherstellern getrost als perfekten Schachzug sehen. Doch die Realität sieht einmal mehr anders aus. So wird das neue Spitzenmodell von Nokia, das N97, arge Probleme haben, bei einem Mobilfunkanbieter als subventioniertes Mobiltelefon aufzutauchen. Dazu Zitate aus der Welt:

„Wir lassen uns doch nicht das Geschäft kaputt machen“ (T-Mobile)
„Wir bieten diese Geräte unseren Kunden nicht an“ (Vodafone)

skype2Eine ähnliche Niederlage gab es schon einmal für das “Skypephone”. Bereits vor Jahren hat Skype es angekündigt, ein Handy, dass sich unterwegs zum per Wlan ins Internet begibt und dann kostenlose Gespräche unter Skypenutzern ermöglicht. So, also ohne SIM-Karte, war es in Deutschland unter anderem bei Gravis erhältlich, doch mit einer SIM-Karte um es überall per UMTS von unterwegs zu verwenden, kam es nicht raus.

Andere Anbieter in Europa sehen dort kein großes Problem: In Großbritannien, Italien, Schweden, Dänemark, Österreich und Irland gibt es das Skypephone mit SIM bereits.

Verbraucherschützern, so die Welt, ist die Blockadehaltung der Mobilfunker ein Dorn im Auge: „Ich fordere alle Regulierungsstellen auf, gegen Unternehmen rechtlich vorzugehen, die unter Ausnutzung ihrer Marktmacht innovative Dienste ausbremsen wollen.“ (EU-Kommissarin Viviane Reding)

Also hoffen wir, dass sich bald was rührt!




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1 Kommentar

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  • TechBanger.de Am Dienstag, 12. Mai, 10:29

    Wie Skype die Mobilfunkanbieter verärgert…

    Quelle: Skype
    Mittlerweile kann Skype auch auf mobilen Endgeräten genutzt werden. Wie wir erst kürzlich berichtet haben, ist die VoIP Software auch in Apple’s Appstore vertreten, so dass iPhone Besitzer nun ebenfalls skypen können. Im Hinblick auf…