Donnerstag, 26. Januar 2012
Ex-Manager über Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer
Laut Aussage eines ehemaligen Managers von Foxconn, würde Apple sich nicht um die Zustände bei dem chinesischen Zulieferer kümmern. Im Fokus lägen lediglich die Herstellungskosten und die Produktqualität, nicht aber die Arbeitsbedingungen.
Foxconn steht in der Kritik, da es aufgrund von mangelhaften Arbeitsbedingungen zu tödlichen Unfällen gekommen ist. Bis zum April des vergangenen Jahres war Li Mingqi Manager bei der Firma und äußerte gegenüber der New York Times entsprechende Anschuldigungen. Dabei gibt er Apple eine Teilschuld:
“Apple kümmerte sich um nichts anderes als die Erhöhung der Produktqualität und sinkende Herstellungskosten. Das Wohl der Arbeiter hat nichts mit ihren Interessen zu tun”, so seine Aussage.
Li Mingqi leitete die Foxconn-Fabrik in Chengdu, in der durch eine Explosion im Mai 2011 drei Menschen starben und 15 verletzt wurden.
Auch ein ehemaliger Apple-Manager äußerte sich gegenüber der Zeitung entsprechend, will aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen allerdings anonym bleiben.
“Wir wissen seit über vier Jahren von missbräuchlichen Arbeitsbedingungen in einigen Fabriken, und sie laufen weiter. Warum? Weil sich dieses System für uns lohnt. Die Auftragshersteller würden schon morgen alles ändern, wenn Apple es ihnen sagen würde, dann hätten sie keine andere Wahl.”
Seiner Meinung nach hätte Apple längst gehandelt, wenn zum Beispiel die Hälfte der iPhones defekt gewesen wären.
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Apple, Arbeitsbedingungen, foxconn, Zulieferer
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