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Studie über iPhone-Apps enttarnen Spähprogramme

Was viele Nutzer bestimmt schon seit einer Weile vermutet haben, hat nun eine Studie verschiedener internationaler Universitäten bestätigt: Apps, die Nutzer auf ihrem iPhone installieren, sammeln Informationen über deren Verhalten und werden diese dann auch aus. Auf diese Weise können Nutzer auch ohne ihr Wissen identifiziert werden. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 1400 Apps genauer unter die Lupe genommen und man fand heraus, dass die Apps die 40-stellige Gerätenummer ins Netzwerk schicken, womit sie dann auch eindeutig identifiziert werden können.

Die Forscher untersuchten dabei rund 825 Apps aus dem App Store und 582 Apps von Cydia, welches nur mit solchen iPhones genutzt werden kann, bei denen ein Jailbreak durchgeführt wurde. Und im direkten Vergleich kam dann auch heraus, dass die offiziellen, von Apple genehmigten Apps häufiger ungefragt auf die Gerätenummer zugriffen als die Apps von Cydia. Rund 205 der getesteten Apps verfügten auch über eine spezielle Funktion, die lediglich zum Abgreifen der Identifikationsnummer dient. Bei 656 Apps wurde dieser Vorgang über Werbung oder aber externe Software-Elemente gesteuert. Auf diese Weise können ganze Nutzerprofile erstellt werden – auch die Zuordnung zu einem Facebook-Account ist so möglich, wodurch dann noch mehr Informationen über die Nutzer zugänglich wären. Nutzer die über einen Google-Account verfügen können über eine bestimmte Software-Komponenten ausgespäht werden.

Datenschützer fordern nun von Apple, dass man den iPhones keine Geräte-IDs mehr gibt, die eindeutig zugeordnet werden können, darüber hinaus wäre auch ein offenerer Umgang Apples mit den Zulassungsverfahren von Apps sowie den damit verbundenen Datenschutzkriterien wünschenswert.




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